Förder-Finder.
Zuschuss, Kredit oder Steuerzulage, von Ihrem Bundesland bis nach Brüssel. Beantworten Sie ein paar Fragen zu Standort, Größe und Vorhaben, der Finder zeigt direkt, welche Programme infrage kommen könnten, und welche gerade nicht beantragbar sind.
Wie die Förderlandschaft 2026 aussieht
Die wichtigste Einordnung vorweg, weil sie fast alles erklärt: Zuschüsse für Digitalisierung sind heute überwiegend Ländersache. Die beiden bekannten Bundesprogramme „Digital Jetzt" und „go-digital" sind ausgelaufen, ohne direkten Zuschuss-Nachfolger. Der Bund setzt stattdessen auf vier andere Hebel: Kredite (KfW), steuerliche Förderung (Forschungszulage), FuE-Zuschüsse (ZIM) und Qualifizierung.
Daraus folgt die zweite Einordnung: drei Förderarten mit völlig unterschiedlichem Charakter. Zuschüsse muss man nicht zurückzahlen, sie sind dafür gedeckelt, oft kontingentiert und teils sogar per Los oder Windhundprinzip vergeben. Die Forschungszulage ist ein gesetzlicher Rechtsanspruch, also planbar, ohne Fördertopf-Risiko und auch bei Verlust wirksam. Kredite müssen zurückgezahlt werden, erlauben dafür aber Volumina, die kein Zuschussprogramm abdeckt.
Bundesweite Programme
Forschungszulage (FZulG)
Aktiv · dauerhaftKein befristetes Programm, sondern ein gesetzlicher Rechtsanspruch, und damit das planbarste Instrument des Bundes. Zum 1. Januar 2026 deutlich aufgewertet. Wirkt auch, wenn das Unternehmen Verlust macht, dann als Barauszahlung. Wird in der Praxis oft übersehen, weil es sich wie ein Steuerthema statt wie eine Förderung anfühlt.
- Förderhöhe
- 25 % der förderfähigen Kosten, 35 % für KMU, maximal 4,2 Mio. € pro Jahr
- Bemessungsgrundlage
- Seit 2026 bis 12 Mio. € pro Jahr (vorher 10 Mio. €)
- Neu seit 2026
- Zusätzlich 20 % Gemeinkostenpauschale auf die Personalkosten
- Wer
- Alle steuerpflichtigen Unternehmen, unabhängig von Größe und Branche, auch Einzelunternehmen und Freiberufler
- Auftragsforschung
- 70 % des Rechnungsbetrags an den externen Forschungspartner sind förderfähig
- Ablauf
- Zweistufig: erst FuE-Bescheinigung bei der BSFZ, dann Antrag beim Finanzamt. Rückwirkende Beantragung möglich
Offizielle Quelle: bescheinigung-forschungszulage.de ↗
ZIM – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand
AntragsstoppDas größte FuE-Zuschussprogramm des Bundes, rund 630 Mio. € pro Jahr. Seit dem 4. Quartal 2025 so stark nachgefragt, dass die Anträge gestoppt wurden. Wer ein Forschungsvorhaben plant, sollte die Forschungszulage als Basis nehmen und ZIM erst wieder priorisieren, wenn der Stopp aufgehoben ist.
- Einzelprojekt
- Bis 690.000 €, Fördersatz für KMU bis 55 %
- Kooperationsprojekt
- Bis 560.000 € je Partner
- Markteinführung
- Bis 50 %, maximal 100.000 €
- Wer
- KMU bis 499 Beschäftigte (in bestimmten Fällen bis 999), Handwerk, freie Berufe
- Status
- Antragsstopp seit 7. Juli 2026, 12:00 Uhr. Wiederaufnahme laut BMWE frühestens Anfang 2027, abhängig vom Bundeshaushalt
- Ausnahme
- Internationale bilaterale und multilaterale Ausschreibungen laufen weiter
Offizielle Quelle: zim.de ↗
KfW ERP-Förderkredit Digitalisierung (511 / 512)
AktivSeit 1. Juli 2025 die neue Struktur der KfW, sie ersetzt den alten ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit (380). Drei Stufen je nach Digitalisierungsgrad, ab Stufe 2 kommt zusätzlich ein Zuschuss zum Kredit dazu. Kredit 512 enthält 50 % Haftungsfreistellung für die Hausbank, was die Zusage auch bei knapperer Bonität erleichtert.
- Volumen
- Ab 25.000 €, zinsverbilligt
- Stufen
- Basis, LevelUp und HighEnd-Digitalisierung, bei Stufe 2 und 3 zusätzlich ERP-Förderzuschuss
- Wer
- Unternehmen jeder Größe, Digitalisierungsvorhaben inklusive KI-Einführung und digitaler Geschäftsmodelle
- Wichtig
- Antrag über die Hausbank vor Vorhabenbeginn, Zuschussantrag spätestens bis 24.11.2026
Offizielle Quelle: kfw.de ↗
KfW ERP-Förderkredit Innovation (513 / 514)
AktivDas Gegenstück für echte Innovationsvorhaben, also neue oder wesentlich verbesserte Produkte, Prozesse und Dienstleistungen. Ersetzt seit 1. Juli 2025 neben dem Kredit 380 auch die ERP-Mezzanine-Programme.
- Volumen
- Bis 25 Mio. €, zinsverbilligt, drei Stufen
- Wer
- Innovative Unternehmen mit echten Innovations- und FuE-Projekten
- Haftungsfreistellung
- Kredit 514 mit 50 % Haftungsfreistellung für die Hausbank
- Wichtig
- Antrag ausschließlich über die eigene Hausbank, vor Vorhabenbeginn
Offizielle Quelle: kfw.de ↗
BAFA-Förderung Unternehmensberatung
Aktiv bis 31.12.2026Nach dem Auslaufen von go-digital das wichtigste verbliebene Beratungsinstrument des Bundes, nutzbar auch für Digitalisierungs- und Innovationsberatung.
- Alte Bundesländer
- 50 % Zuschuss, maximal 1.750 €
- Neue Bundesländer
- 80 % Zuschuss, maximal 2.800 €
- Bemessungsgrundlage
- 3.500 € je Beratung, maximal 5 Beratungen (höchstens 2 pro Jahr)
- Wer
- KMU
Offizielle Quelle: bafa.de ↗
Qualifizierungschancengesetz (QCG)
Aktiv · dauerhaftDer oft übersehene Hebel, wenn es nicht um Technik, sondern um Menschen geht. Besonders relevant durch die KI-Kompetenzpflicht nach Artikel 4 der KI-Verordnung: Die gilt bereits seit dem 2. Februar 2025 für jedes Unternehmen, das KI einsetzt, und ab dem 2. August 2026 gibt es mit der Bundesnetzagentur eine Aufsichtsbehörde, die sie adressieren kann. Mehr dazu im Artikel zur KI-Kompetenzpflicht.
- Kurskosten
- Bis zu 100 % Übernahme, je nach Betriebsgröße
- Lohnkosten
- Bis zu 75 % Zuschuss während der Weiterbildung
- Wer
- Beschäftigte und Arbeitgeber, über die Bundesagentur für Arbeit
Offizielle Quelle: arbeitsagentur.de ↗
EXIST-Gründungsförderung
AktivFür Gründungen aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, 2025/26 spürbar vereinfacht: vollständig digitale Anträge, weniger Unterlagen, mehr Pauschalen.
- Gründungsstipendium
- Stipendium plus Sachmittel für die Gründungsphase
- Forschungstransfer
- Für besonders forschungsintensive Gründungen
- Wer
- Gründungsvorhaben aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen
Offizielle Quelle: exist.de ↗
INVEST – Zuschuss für Wagniskapital
Aktiv bis 31.12.2026Ein Sonderfall in dieser Liste: Den Zuschuss bekommt nicht Ihr Unternehmen, sondern Ihr Investor. Genau das macht eine Finanzierungsrunde für Business Angels deutlich attraktiver, wirkt also indirekt.
- Erwerbszuschuss
- 25 % der Investitionssumme, steuerfrei
- Obergrenze
- Bis 100.000 € pro Investor und Jahr (maximal 500.000 € Investment pro Jahr)
- Zusätzlich
- Exitzuschuss beim späteren Verkauf der Anteile
- Wer
- Private Investoren, die sich an jungen innovativen Unternehmen beteiligen
Offizielle Quelle: bafa.de ↗
Hightech Agenda Deutschland – Künstliche Intelligenz
In UmsetzungDie große KI-Initiative des Forschungsministeriums mit dem erklärten Ziel, bis 2030 zehn Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung KI-basiert zu erwirtschaften. Für einzelne Mittelständler selten direkt zugänglich, relevant vor allem in Verbundprojekten mit Forschungspartnern.
- Schwerpunkt 2026
- KI-Robotikbooster: Mehrzweckroboter, Schaufenster für „embodied AI", Erprobungs- und Weiterbildungszentren
- Transfer-Leitprojekte
- Automobil, Chemie, Biotech, Cleantech, Medizin, Agrifood
- Wer
- Überwiegend Hochschulen, Forschung und Unternehmen in Verbundprojekten
Offizielle Quelle: bmftr.bund.de ↗
EU-Ebene
Auf europäischer Ebene sind die Summen deutlich größer, dafür auch Hürden, Konkurrenz und Aufwand. Realistisch relevant vor allem für Unternehmen mit einer wirklich neuartigen Entwicklung, nicht für die Einführung von Standardsoftware.
Horizon Europe – Cluster 4 (Digital, Industry and Space)
AktivDas große EU-Forschungsrahmenprogramm, Cluster 4 deckt KI, Digitalisierung und industrielle Transformation ab. Ein wichtiger Unterschied zu allen anderen Programmen hier: Ein einzelnes Unternehmen kann nicht im Alleingang antragen.
- Forschungsmaßnahmen (RIA)
- 100 % der förderfähigen Kosten
- Innovationsmaßnahmen (IA)
- 70 % für Unternehmen
- Wer
- Konsortium aus mindestens 3 Rechtsträgern aus 3 verschiedenen EU- oder assoziierten Staaten
- Wichtig
- Kein Alleingang möglich, KMU steigen meist als Partner in ein bestehendes Konsortium ein
Offizielle Quelle: research-and-innovation.ec.europa.eu ↗
EIC Accelerator
AktivDer Europäische Innovationsrat fördert einzelne Unternehmen mit Deep-Tech-Innovationen kurz vor der Marktreife, als einziges Programm hier auch mit einer Beteiligung der EU am Unternehmen. Das Verfahren läuft dreistufig, mit steigendem Aufwand pro Stufe.
- Förderhöhe
- Zuschuss bis 2,5 Mio. € (70 %), optional plus Beteiligungskapital 0,5 bis 10 Mio. €
- Wer
- Einzelne Start-ups, KMU und kleine Mid-Caps, kein Konsortium nötig
- Schritt 1
- Kurzantrag mit Formular, Pitch Deck und 3-minütigem Video, Bewertung alle 2 Monate
- Schritt 2
- Vollantrag, im Programmjahr 2026 auf 20 Seiten verkürzt
- Schritt 3
- Jury-Interview: 10 Minuten Pitch, 30 Minuten Fragerunde
- Wichtig
- Setzt einen funktionierenden Demonstrator voraus (TRL 5), sehr kompetitiv
Offizielle Quelle: eic.ec.europa.eu ↗
IPCEI Künstliche Intelligenz
In VorbereitungEin „Important Project of Common European Interest", von Deutschland koordiniert, für industrielle KI in Fertigung, Robotik, Materialforschung und autonomer Produktion. Verknüpft mit den IPCEI zu Cloud und Edge unter der 8ra-Dachinitiative.
- Deutsche Beteiligung
- Geplant über 1 Mrd. €, gemeinsam mit weiteren Mitgliedstaaten
- Stand
- 16 Mitgliedstaaten, rund 150 vorausgewählte Projekte, europäisches Matchmaking seit März 2026
- Wer
- Unternehmen aller Größen mit industriellen KI-Vorhaben
- Vorbehalt
- Abhängig von Haushaltsmitteln und beihilferechtlicher EU-Genehmigung
Offizielle Quelle: ipcei-ai.de ↗
Programme der 16 Bundesländer
Hier liegt inzwischen der Schwerpunkt der Zuschussförderung, und die Unterschiede sind erheblich: von aktiven Digitalboni über KI-Produktgutscheine bis zu Programmen, deren Mittel erschöpft oder die ausgelaufen sind. Wählen Sie Ihr Bundesland.
Invest BW · Digitalisierungsfinanzierung · Innovationsgutscheine
AktivInvest BW: einzelbetriebliche Investitions- und Innovationsförderung, 15 bis 45 % Zuschuss, bis 650.000 € je Projekt und 1,3 Mio. € je Verbundprojekt, mit eigenen Förderaufrufen zu Digitalisierung und KI.
Digitalisierungsfinanzierung (L-Bank): zinsverbilligtes Darlehen mit Tilgungszuschuss in drei Stufen, Stufe 3 (HighEnd/KI) mit 5 % Tilgungszuschuss. Ersetzt seit Juli 2025 die frühere Digitalisierungsprämie Plus.
Innovationsgutscheine BW: Zuschuss bis 20.000 € bei 50 % Förderquote, plus Gutschein „Mittelstand trifft Start-ups".
Quellen: l-bank.de ↗, wm.baden-wuerttemberg.de ↗
Digitalbonus Bayern · Innovationsgutschein · Regionalförderung
AktivDigitalbonus Bayern: KMU bis 249 Mitarbeitende mit Betriebsstätte in Bayern, 50 % Förderquote. Standard bis 10.000 €, Plus bis 30.000 € bei besonderem Innovationsgehalt, etwa KI-gestützter Datenanalyse, intelligenter Robotik oder digitalen Zwillingen. Kontingentbasiert: monatliches Kontingent, Antragsstart am 1. Werktag des Monats, kein Rechtsanspruch. Antrag ausschließlich digital über das ELSTER-Unternehmenskonto, Laufzeit bis 31.12.2027.
Innovationsgutschein Bayern: fördert externe Entwicklungsleistungen und wissenschaftliche Beratung, also ausdrücklich auch die Beauftragung externer Dienstleister.
Regionalförderung (BRF/GRW, „Transformation@Bayern"): Investitionszuschuss für Niederbayern, die Oberpfalz und Oberfranken. Bis 20 % für kleine und 10 % für mittlere Unternehmen, in C-Fördergebieten bis 45 %. Mindestinvestition 200.000 €.
Quellen: digitalbonus.bayern ↗, stmwi.bayern.de ↗
Digitalprämie Berlin
Mittel erschöpftKMU und Soloselbstständige mit Sitz in Berlin (Gründung vor 31.12.2021), Zuschuss bis 17.000 € bei 50 % Förderquote, Vergabe im Windhundprinzip.
Das Programm besteht, die Fördermittel waren zuletzt aber wiederholt erschöpft. Verfügbarkeit unbedingt vor Antragstellung prüfen.
Quelle: ibb-business-team.de ↗
BIG-Digital
AktivBrandenburgischer Innovationsgutschein für die Umsetzung von Digitalisierungsprozessen, inklusive der dafür erforderlichen Hard- und Software. Zuschuss bis 15.000 €.
Quelle: ilb.de ↗
Digitaler Mittelstand KI · Beratungsförderung
AktivDigitaler Mittelstand KI: seit 1. April 2026 neu, für KMU und Soloselbstständige mit Sitz im Land Bremen. 40 % für kleine Unternehmen und Soloselbstständige, 30 % für mittlere, maximal 17.000 €. Gründungen unter 12 Monaten bis 5.000 € mit verpflichtender Erstberatung. Bagatellgrenze 1.000 €, Laufzeit bis Ende 2027.
Beratungsförderung Digitalisierung / Arbeit 4.0: 50 % Zuschuss, maximal 5.000 €. Ergänzend FEI mit FuE-Zuschüssen bis 50 %.
Hamburg Digital Check · Hamburg-Kredit Digital
AktivHamburg Digital Check: Beratungszuschuss 50 %, maximal 7.500 €, für Informationssicherheit und digitalen Wandel inklusive KI. Löst seit August 2025 den früheren Hamburger Digitalbonus ab. Richtlinie bis 31.12.2026, Anträge bis 16.11.2026.
Hamburg-Kredit Digital: Darlehen von 25.000 € bis 2,5 Mio. €, dazu ein Zuschuss der Stadt bis 12 % des Darlehens (maximal 20.000 €) und 50 % Haftungsfreistellung.
Quelle: ifbhh.de ↗
Distr@l · DIGI-Zuschuss (beendet)
Teils aktivDistr@l: Hessens zentrale Digitalisierungs- und FuE-Förderung für Start-ups, KMU, Hochschulen und Forschung. Zuschüsse bis 1 Mio. € in mehreren Förderlinien, zweistufiges Verfahren. Aktiv.
DIGI-Zuschuss: war 50 % bis 10.000 €, vergeben per Zufallsauswahl. Mit Ablauf der Förderphase im Juni 2026 beendet, keine weiteren Förderaufrufe vorgesehen. Bereits ausgewählte Unternehmen können bis 30.11.2026 abrechnen.
DIGI-Beratung (RKW Hessen): 400 € je Tagewerk beziehungsweise maximal 50 %, bis 15 Tagewerke pro Jahr.
Quellen: technologieland-hessen.de ↗, digitales.hessen.de ↗
DigiTrans M-V
AktivKMU und Start-ups mit Betriebsstätte in M-V. 50 % für kleine, 35 % für mittlere Unternehmen. Zuwendungsfähige Ausgaben 8.000 bis 20.000 € (im Einzelfall bis 100.000 €), Zuschuss in der Regel bis 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 50.000 €. Standard-Hard- und -Software sind ausgeschlossen.
Mehrfach verlängert und aufgestockt, aber stark nachgefragt: Budgetstatus vor Antrag prüfen.
Quellen: lfi-mv.de ↗, digitalesmv.de ↗
Digitalbonus.Niedersachsen-innovativ
AusgelaufenWar ein Zuschuss von 35 % für kleine und 20 % für mittlere Unternehmen, zwischen 3.000 und 50.000 €, mit ausdrücklichem Innovationsanspruch (reine Standardanschaffungen waren nicht förderfähig).
Bei der NBank unter „Ausgelaufene Förderungen" geführt, Stand 2026 ist kein direkter Nachfolger ausgeschrieben. Für Niedersachsen bleiben damit vor allem die Bundesprogramme relevant.
Quelle: nbank.de ↗
Mittelstand Innovativ & Digital (MID)
AktivZum 1. Januar 2026 vom Projektträger Jülich auf die NRW.BANK übertragen und neu strukturiert, mit drei Bausteinen: MID-Digitalisierung, MID-Digitale Sicherheit und MID-Assistent/in.
MID-Digitalisierung fördert seit 2026 ausschließlich die Entwicklung marktgängiger digitaler Produkte mit Schlüsseltechnologien wie KI, maschinellem Lernen, Data Mining, Echtzeitverarbeitung oder AR/VR. 50 % Förderquote, Zuschuss zwischen 4.000 und 15.000 €.
Vergabe im Losverfahren, im Januar 2026 standen 17 Plätzen rund 260 Interessenten gegenüber.
Quellen: nrwbank.de ↗, mittelstand-innovativ-digital.nrw ↗
DigiBoost · Betriebsberatung · InnoTop
AktivDigiBoost RLP: nicht rückzahlbarer Zuschuss, 75 % für Unternehmen unter 10 Mitarbeitenden, 50 % bis 30 und 25 % bis 100 Mitarbeitende. Maximal 15.000 €, Mindestvolumen 4.000 €.
Betriebsberatungsprogramm ISB: 50 %, maximal 500 € je Tagewerk, bis 20 Tagewerke in 4 Jahren.
InnoTop (EFRE): FuE-Zuschuss bis 500.000 €, Durchführbarkeitsstudien bis 52.500 €.
Quelle: isb.rlp.de ↗
DigitalInvest KMU
AktivZuschuss bis 50 % für kleine und bis 30 % für mittlere Unternehmen. Basisvariante bis 12.500 €, Plus-Variante bis 20.000 €. Antragstellung über das Portal nFMI.
Quellen: saarland.de ↗, fmi.saarland.de ↗
Digitalisierung Zuschuss (FRL Digi-Z) · Digitalisierungsdarlehen
AktivFür KMU und Freie Berufe mit Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen, unterteilt in Heranführungsprojekte für Kleinstunternehmen und Transformationsprojekte. Bis 50 bis 60 % Zuschuss inklusive 10 % Tarifbonus, maximal 50.000 € je Vorhaben, Förderung einmal in drei Jahren. Laufende Antragstellung, zusammen mit dem Markteinführungszuschuss rund 95 Mio. € an EFRE- und Landesmitteln.
Ergänzend: Digitalisierungsdarlehen und SAB-Sachsenkredit Universal mit bis zu 10 % Tilgungszuschuss.
Quelle: sab.sachsen.de ↗
Digital Innovation · IB-Digitalisierungsdarlehen
AktivDigital Innovation: für KMU und Freiberufler mit Sitz in Sachsen-Anhalt, investive Digitalisierungsprojekte entlang der 18 Themenfelder der Strategie „Sachsen-Anhalt Digital 2030". Seit dem 7. Förderaufruf (Richtlinienänderung Juli 2026) direkte Antragstellung mit wettbewerblichem Vergleich statt Losverfahren. Laufzeit bis 31.12.2026.
IB-Digitalisierungsdarlehen: 10.000 € bis 1,5 Mio. €, rund 1,95 % Festzins, bis 10 Jahre Laufzeit.
Quelle: ib-sachsen-anhalt.de ↗
Digitalisierungsförderung im Landesprogramm Wirtschaft
AktivNeue Förderrichtlinie seit Juni 2026, sie löst die bisherige DKU-Richtlinie ab. Für kleine Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Schleswig-Holstein, finanziert aus EFRE-, GRW- und Landesmitteln. Besonderheit: jede geförderte Beratung muss einen IT- und Informationssicherheitsteil enthalten. Befristet bis 30.06.2027, Verlängerungsoption bis maximal Ende 2029.
Zum Vergleich die Konditionen der Vorgängerrichtlinie bis Juni 2026: 40 % Förderquote, Beratung bis 20.000 € zuwendungsfähig (maximal 8.000 € Zuschuss), Umsetzung bis 200.000 € (maximal 80.000 €). Die Sätze der neuen Fassung vor Antrag bei der WTSH verifizieren.
Quelle: wtsh.de ↗
Digitalbonus Thüringen
MittelstoppKMU mit Betriebsstätte in Thüringen, bis 50 % Zuschuss, maximal 15.000 €, bei Projektgrößen von 5.000 bis 150.000 €. Laufzeit bis 31.12.2026.
Stand Oktober 2025 waren die verfügbaren Mittel ausgeschöpft (Mittelstopp). Status vor Antrag bei der Thüringer Aufbaubank prüfen.
Quelle: aufbaubank.de ↗
Häufig empfohlen, aber ausgelaufen
Diese beiden Programme tauchen in vielen Ratgebern und Blogbeiträgen immer noch als Empfehlung auf. Beide sind beendet, es gibt keinen direkten bundesweiten Zuschuss-Nachfolger für Digitalisierungsinvestitionen.
Digital Jetzt
BeendetZum 31.12.2023 ausgelaufen, das Portal wurde zum 31.03.2026 abgeschaltet. Anträge sind nicht mehr möglich. Förderte digitale Investitionen und Qualifizierung mit 30 bis 70 % und maximal 50.000 € (in Sonderfällen 100.000 €).
go-digital
BeendetZum 31.12.2024 ausgelaufen. Förderte Beratungsleistungen mit bis zu 50 % und maximal rund 16.500 €. Als Ersatz für Beratungskosten bleibt vor allem die BAFA-Beratungsförderung.
Was sich kombinieren lässt
Mehrere dieser Programme lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen kombinieren. Die Forschungszulage ist dabei der praktischste Baustein, weil sie als Rechtsanspruch neben andere Förderungen treten kann, solange dieselben Kosten nicht doppelt gefördert werden (Kumulierungsverbot). Typisch ist auch die Kombination aus einem Landeszuschuss für die Investition und einem KfW-Kredit für den Rest der Finanzierung. Ob das im Einzelfall zulässig ist, entscheidet immer die jeweilige Bewilligungsstelle, pauschal lässt sich das nicht seriös beantworten.
Wie wir bei Bayern-IT damit umgehen
Wir sind keine zertifizierten Fördermittelberater und stellen keine Anträge für Sie. Was wir machen: im Erstgespräch offen sagen, welches Programm nach unserer Einschätzung passen könnte, und auf Wunsch eine technische Projektbeschreibung liefern, wie sie viele Anträge verlangen. Die Antragstellung selbst läuft bei den meisten dieser Programme ohnehin über Sie oder eine spezialisierte Fördermittelberatung, nicht über uns als Dienstleister.
